Moringa Namibia2

Erfolgreiche Bio-Zertifizierung in Namibia

Kurz vor der Ernte werden die Blätter von Staub befreit

Kurz vor der Ernte werden die Blätter von Staub befreit

Im November letzten Jahres reiste unser Geschäftsführer Dr. Andreas Wesselmann nach Namibia um gemeinsam mit unserem namibischen Partner Komeho die Bio-Zertifizierung der Moringa-Anbaugebiete zu begleiten. Dabei ging es vor allem darum, die Einhaltung wichtiger Prozesse zu dokumentieren und somit die ökologische Verträglichkeit und hohe Produktqualität der Moringablätter zu garantieren. Erfreulicherweise konnten alle Anforderungen erfüllt und das Bio-Zertifikat erteilt werden.

Die Zertifizierung, die durch Kiwa BCS durchgeführt wurde, ist deshalb so wichtig, da die Moringa-Blätter für den Export in die EU vorgesehen sind. Der steigende Bedarf an bio-zertifizierten Nahrungsmitteln erlaubt es den Produzenten, einen guten Preis zu verhandeln und somit wirtschaftlich profitabel zu arbeiten.

Mitarbeiter bereiten das Trocknen der Moringa-Blätter vor

Mitarbeiter bereiten das Trocknen der Moringa-Blätter vor

Die Anbauflächen befinden sich im Norden Namibias. Dort wird Moringa von einer lokalen Gemeinde angebaut, die der Gruppe der San angehören, einer einheimischen Bevölkerungsgruppe, die in der Vergangenheit nur selten an wirtschaftlichen Prozessen teilhaben und davon profitieren konnte und unter der die Arbeitslosigkeit verhältnismäßig hoch ist. Der Anbau von Moringa bietet diesen Menschen nun die Möglichkeit einer Beschäftigung in einer ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft. Doch nicht nur die Arbeit und das damit verbundene Einkommen kommt der Gemeinde zugute. Zusätzlich wird im Rahmen des Projektes ein auf den ökologischen Landwirtschaftsbetrieb abgestimmtes Berufsbildungssystem aufgebaut werden.

Im Frühjahr 2018 wird zu diesem Zwecke auch Dr. Heinrich Heinrichs nach Namibia fliegen um den Lehrplan gemeinsam mit Namibias Ausbildungsbehörde, der Namibia Training Authority (NTA), zu erläutern. Ziel dieses Teilprojekts ist es, die Ausbildung auf den Farmen zu intensivieren.